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Masurische Landschaft mit See und kleinem Bootssteg. Storchenlogo von masuren-privat

           

Giżycko  /  Lötzen

Gizycko, früher Lötzen (ca. 300.00 Finwohner) liegt auf der Landenge zwischen dem Niegocin-See  (Löwentinsee) und dem Kisajno-See (Kissain-See).

Gizycko oder wie die Stadt früher hieß, Lötzen ist neben Mikolajken ein weiteres Zentrum Masurens. Manche behaupten auch, dass Gizycko die eigentliche Wiege Masurens sei. Sei es wie es sei, Gizycko ist mit seinen Seen und seiner lieblichen Hügellandschaft typisch für diesen nordöstlichen Landstrich Polens.

Genau auf einer schmalen Landenge zwischen den großen Seen Niegocin (Löwentinsee) und Kisajno (Kissainsee), wurde die Ortschaft bereits von den Pruzzen durch eine kleine hölzerne Wehranlage befestigt. Spuren früherer Besiedelung der Gegend ( z.B. Erdwälle, Schanzen ) reichen allerdings bis zum fünften Jahrtausend vor Christi Geburt zurück. 1283 hat der Deutsche Ritterorden den Ort erobert und 1340 mit einer Burg versehen. Diese Burg erhielt den Namen Lötzen oder wie man damals schrieb Leczenburg. Daher stammen auch die ursprünglichen Namen der Stadt, im deutschen Lötzen und im polnischen Lec. Den heutigen Namen der Stadt verdankt sie dem in Pic (Johannesburg) geborenen polnisch-masurischen Heimatforscher Pastor Gustav Gisevius.

Gizycko war immer bereits eine Grenz- und Festungsstadt. In den vielen kriegerischen Auseinandersetzungen ist viel Blut in und um Gizycko geflossen. So wurde bereits das erste Schloss Lötzen 1365 durch Litauer in Brand gesetzt. Von hier gingen andererseits auch viele Feldzüge gen Osten. Beim großen Tatareneinfall 1657 wurde die Ortschaft niedergebrannt und mehr als 1000 Einwohner kamen ums Leben. Bis zur Mitte des 20. Jahrhundert erlebte die Region eine blutige und durch Vertreibung und Umsiedlung eine wechselhafte Geschichte.

1612 erhielt der Ort seine Stadtrechte. 1820 wurde Gizycko Kreisstadt. Sein Wappen sind drei Brassen auf blauem Grund.

Sehenswert ist die, nach Entwürfen des großen Berliner Baumeister Karl Friedrich Schinkel errichtete, heute noch evangelische, Kirche von 1827. Bemerkenswert ist die kleine Statue von Martin Luther auf dem Deckel des Taufbeckens.

Neben der Kirche ist von Bedeutung die Drehbrücke über den Lötzener Kanal. Ein besonderes Bauwerk des 19. Jahrhunderts von dem es dieser der Art nur noch ein weiteres Exemplar in Europa gibt. Zu erwähnen sind auch die gut erhaltenen Bürgerhäuser aus der Jahrhundertwende.

Darüber hinaus ist man derzeit bemüht die Festung Boyen, benannt nach dem gleichnamigen preußischen General von Boyen, zu erhalten und zu restauriere. Die Feste Boyen ist ein interessantes Militärbauwerk aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert. Errichtet ist es im Grundriss eines unregelmäßigen Mehrecks und hat kilometerlange Wälle und Mauern. Mehrere Clubs und Kaffees sowie eine Freilichtbühne und eine Jugendherberge sowie das geplante Heimatmuseum sorgen heute für eine friedliche Nutzung der Militäranlage. Die 1993 gegründete Gesellschaft der Freunde der Festung Boyen e.V. sorgt seither auch für einen historischen Erhalt der Anlage.

Am Löwentinsee erinnert ein großes eisernes Kreuz an den Tod, im Jahr 1009 ermordeten, Missionar und Erzbischof Bruno Querfurt durch die ortsansässigen Heiden.

Von besonderem Interesse ist auch der noch erhaltene und mehrmals umgebauten Teil des ehemaligen Ordensschloss aus dem 15. Jh.

Gizycko bietet dem heutigen Touristen viele Möglichkeiten des Wassersports. Segeln, Surfen, Kanufahrten sind beliebte Sommerfreizeitbetätigungen.

Von Gizycko startet aber auch die „Weiße Flotte“. Besonders beliebt sind die Schiffsfahrten rund um die Kormoraninseln oder zu den Brutplätzen der vielen wilden Schwäne. Tagesfahrten über die Seen und durch die Verbindungskanäle nach Mikolajken und zurück sind erholsame Erlebnisse für Jung und Alt.

 


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